Epilepsielotsen beraten und unterstützen

Epilepsielotsen beraten Menschen mit Epilepsie. Ziel ist es kompetent, zeit- und wohnortnah zu unterstützen. Es geht um die Beantragung von Leistungen und die Unterstützung auf dem persönlichen Weg.
Zwei Frauen sitzen am Tisch und unterhalten sich

Epilepsielotsen beraten und unterstützen

Für eine bessere psychosoziale Unterstützung von Menschen mit Epilepsie

Das Ziel des Projekts “Epilepsielotsen” ist es, epilepsiekranke Klient:innen kompetent, zeit- und wohnortnah zu beraten: bei Fragen zur Teilhabe und Rehabilitation sowie bei der Beantragung von Leistungen. Hessenweit werden Mitarbeitende von EUTB-Beratungsstellen (EUTB = Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) zum Thema Epilepsie geschult. Ende 2021 startete das Projekt im Diakonischen Werk Hochtaunus. Beteiligt sind u.a. die EUTBs der Regionalen Diakonischen Werke in Limburg-Weilburg, Oberursel, Offenbach/Dreieich und im Odenwald.

„Die psychosozialen Belastungen der Erkrankung sind immens“, erläutert Dr. Simone Nicklas, Projektleiterin Epilepsielotse, „und die Betroffenen brauchen zeitnahe, erreichbare und kompetente Unterstützung. Unsere teilnehmenden EUTBs sind hessenweit gut verteilt, haben eine hohe Kompetenz zum Thema (Schwer-)Behinderung/chronische Erkrankungen und Teilhabe. Mit dem epilepsiespezifischen Wissen, das wir ihnen in unseren Schulungen an die Hand geben, können sie Erkrankte sehr gut unterstützen.“

Die während des Projekts geschulten EUTBs sollen somit zu einer besseren psychosozialen Versorgung von Menschen mit Epilepsie in Hessen beitragen und eine Ergänzung zu den bestehenden spezialisierten, psychosozialen Epilepsie­beratungsstellen sein.

In Hessen gibt es ca. 40.000 Menschen mit Epilepsie – jedoch nur zwei spezialisierte psychosoziale Epilepsieberatungsstellen für Erwachsene und eine für Kinder. Menschen mit Epilepsie müssen häufig weite Wege auf sich nehmen, um eine Beratung in Anspruch nehmen zu können und warten teilweise lange auf einen Termin.

Das Projekt wird vom Hessischen Sozialministerium und dem Diakonischen Werk Hochtaunus gefördert und endet im Dezember 2022.

Hintergrund Epilepsie

Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der das Gehirn oder einzelne Hirnbereiche übermäßig aktiv sind und zu viele Signale abgeben. Dies löst die sogenannten epileptischen Anfälle aus. Dabei zucken manchmal nur einzelne Muskeln – es kann aber auch der gesamte Körper krampfen, sodass es zum Sturz kommt und die Betroffenen ihr Bewusstsein verlieren.

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, die sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene betrifft.

Autor: SUE
Foto: mentatdgt von Pexels

Link zu weitergehenden Informationen. Hier finden Sie auch eine Übersicht der beteiligten regionalen EUTB-Stellen.:
http://www.epilepsielotse.de/

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